Future of Work

Sind Sie bereit für den Arbeitsplatz der Zukunft?

Die tiefsitzenden digitalen Probleme betreffen heute viele Unternehmen: große und kleine, in allen Branchen. Riesige Summen fließen in die Entwicklung digitaler Strategien – aber sie bringen nur wenig Fortschritt. Tatsächlich stecken viele Organisationen auf ihrer digitalen Reise fest. Was hält sie eigentlich auf?

IDC hat sich in den letzten Jahren sehr intensiv damit beschäftigt und eindeutig festgestellt, dass die Lücke in Bezug auf digitale Kompetenzen ein wirklich zentrales Problem für diese Unternehmen und ihre digitale Agenda ist. Interessanterweise besteht die Herausforderung nicht nur in der Rekrutierung neuer Talente, sondern vor allem darin, die bestehenden Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen auszubilden. Die Mitarbeiter lernen offenbar einfach nicht schnell genug.

Unsere Befragungen zeigen, dass die Auswirkungen der Kompetenzlücke im gesamten Unternehmen spürbar sind, von der Qualität der erbrachten Leistung über die Kundenzufriedenheit bis hin zum Umsatzwachstum. IDC schätzt, dass 90% aller Unternehmen in Europa davon betroffen sein werden, was im Jahr 2020 zu Umsatzeinbußen in Höhe von schätzungsweise 91 Milliarden US-Dollar führen könnte.

Die Qualifikationsproblematik ist inzwischen ein Thema auf Vorstandsebene, so dass die Unternehmer bereit sind, die Problematik selbst durch eine Neuqualifizierung ihrer eigenen Mitarbeiter anzugehen. Wenn Hochschulen und Fachhochschulen nicht genügend IT-Fachkräfte bereitstellen, könnten betriebliche Trainingsprogramme und innerbetriebliche Flexibilität die Lücke schließen.

Das bedeutet natürlich eine Transformation der Ausbildungspraktiken und -maßnahmen auf Seiten der Arbeitgeber. Nach einem Jahrzehnt, das gekennzeichnet war von den Sparmaßnahmen infolge der globalen Finanzkrise im Jahr 2008, erkennen die Firmen offenbar langsam, dass Lernen Business bedeutet.

Sind die Mitarbeiter bereit für die Arbeitsplätze der Zukunft?

IDC ist überzeugt, dass agiles Lernen der zukunftsweisende Weg für jedes digitale Unternehmen ist, da es Kompetenzen und erforderliche Schulungsmaßnahmen mit dem Geschäftsnutzen und der Strategie in Einklang bringt. Es entwickelt sich ständig weiter und hält Schritt mit neuen Marktbedürfnissen und technologischen Entwicklungen.

Von der Inhaltsgestaltung über das Format bis hin zu den Vermittlungswegen ist agiles Lernen von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen und fördert gleichzeitig eine exzellente und überdurchschnittliche Mitarbeitererfahrung.

Agiles Lernen hat dabei folgende Vorzüge:

  • Mitarbeiterorientierung: Das Gelernte ist auf die jeweilige Aufgabe anzuwenden und in den Arbeitsablauf einzubinden – quasi leicht verdaulich. Letztlich muss es den Mitarbeitern helfen, ihren Job zu erledigen und eine bessere Leistung zu erzielen. Lerninhalte in mundgerechten Portionen, jederzeit und über mehrere Kanäle verfügbar, haben sich dabei besonders bewährt, um den Arbeitsanforderungen gerecht zu werden.
  • Unternehmensrelevanz: Die Trainingsmaßnahmen sollten sinnvollerweise nicht einseitig vom Mitarbeiter, dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung beschlossen werden. Eine funktionsübergreifende Initiative ist erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Ziele der beruflichen Weiterentwicklung des Mitarbeitenden und der Schulungsbedarf auf die Unternehmensanforderungen abgestimmt sind – die richtigen Arbeitsmaterialien für den passenden Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt.
  • AI/ML: Das Schulungsangebot kann durch intelligente Technologien in vielerlei Hinsicht verbessert werden. Die KI/ML kann den Mitarbeitern helfen, indem sie Empfehlungen für den Karriereweg gibt; für den Arbeitgeber kann sie Trainingsmaßnahmen identifizieren, die die Kompetenzlücke schließen. In nicht allzu ferner Zukunft werden intelligente Technologiendann auch in der Lage sein, die Auswirkungen von Bildungsmaßnahmen auf Leistung und Unternehmensergebnisse zu messen und so dazu beizutragen, dass sie geschäftskritisch werden.

Agile Lernprozesse werden in unserer sich weiterentwickelnden Arbeitsweise verankert und helfen uns, kompetenter in unseren Berufen zu werden (Upskilling) oder sogar in ganz neue Berufe zu wechseln (Reskilling). Sie können uns damit auch auf die Arbeitsplätze vorzubereiten, die noch gar nicht geschaffen wurden. In diesem Zusammenhang erwartet IDC, dass die sog. Mikro-Graduierungen immer beliebter werden.

Mikroabschlüsse sind sinnvoll, um Mitarbeiter relativ schnell für neue Aufgaben zu rüsten. Die in Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Industrie und Arbeitgebern entwickelten Mikroabschlüsse ergänzen Vorlesungen und Theorie durch eine praxisnahe Ausbildung.

Agiles Lernen betrifft uns alle. Mit steigendem Rentenalter sollten wir in unserer gesamten Laufbahn eine hohe Erwerbsmobilität nachweisen können.

Agile Learning wird Teil einer Arbeitskultur sein, die von den Unternehmenslenkern vorgegeben und in die Organisation integriert wird.

Um den Future of Jobs Report 2018 des Weltwirtschaftsforums zu zitieren: „Bis 2025 werden 75 Millionen der derzeitigen Arbeitsplätze durch die Verschiebung der Arbeitsteilung zwischen Mensch, Maschine und Algorithmus verdrängt, aber auch 133 Millionen neue Arbeitsplätze werden geschaffen.“

Ihr aktueller Job könnte einer dieser 75 Millionen sein. Werden Sie jetzt aktiv, um sich fit für die 133 Millionen Future Workplaces zu machen.

Sind Sie bereit für die Jobs der Zukunft? Lassen Sie uns in jedem Fall am 3. Dezember auf der IDC Workplace of the Future Conference in München darüber austauschen!

Details zu unserer Konferenz finden Sie hier: www.idc.com/de/workplace2019

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